Überzeugendes Halbjahres­ergebnis 2022

  • Erfreuliche Steigerung des operativen Unternehmens­ergebnisses gegenüber Vorjahr
  • Sehr gutes Resultat im Geschäftsfeld Immobilien aufgrund des Portfolio­ausbaus und der tiefen Leerstände
  • Stabiles Resultat in der General­unternehmung bei verbesserter Bruttomarge im Drittgeschäft
  • Ausblick für das Gesamtjahr 2022 erhöht

Im ersten Halbjahr 2022 hat Allreal ein über dem Vorjahr liegendes operatives Unternehmens­ergebnis von CHF 81.8 Millionen erzielt (1. Halbjahr 2021: CHF  79.1 Mio.). Im Jahresvergleich entspricht dies einer Zunahme von 3.4 Prozent. Beide Geschäftsfelder verzeichneten insgesamt einen guten Geschäftsgang.

Das Unternehmens­ergebnis inklusive Neubewertungs­effekt fiel indes im Vergleich zur Vorjahres­periode mit CHF 82.7 Millionen um 25.7 Prozent tiefer aus (1. Halbjahr 2021: CHF 111.3 Mio.). Der Neubewertungs­effekt verlief mit CHF 1.1 Millionen vor Steuern flach und blieb damit deutlich hinter dem Vorjahreswert zurück (1. Halbjahr 2021: CHF 41.8 Mio.).

Dem globalen Einbruch der Börsenkurse im ersten Halbjahr 2022 und den ansteigenden Zinsen konnte sich die Allreal-Aktie nicht entziehen. Per Stichtag notierte die Aktie bei CHF 157.80, entsprechend einem Rückgang von 21.9 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom 31. Dezember 2021. Unter Einbezug der im April 2022 erfolgten Ausschüttung von CHF 7.00 pro Aktie resultierte im ersten Halbjahr 2022 eine negative Gesamt­performance von 18.4 Prozent.

«Für das Geschäftsjahr 2022 geht Allreal neu davon aus, dass das operative Unternehmens­ergebnis bei mindestens CHF 135 Millionen liegen wird.»

Geschäftsfeld Immobilien steigert Mieterträge aufgrund des Portfolioausbaus in der Romandie

Im Geschäftsfeld Immobilien erhöhten sich die Mieterträge um 4.9 Prozent auf CHF 106.8 Millionen. Die Gründe für das deutliche Wachstum sind der Ausbau des Rendite­liegen­schaften­portfolios in der Westschweiz, die Entwicklung der Leerstände und die geringen Liegenschafts­kosten. Die kumulierte Leerstands­quote lag mit 1.5 Prozent weiterhin auf sehr tiefem Niveau, was sich positiv auf die attraktive Nettorendite von 3.9 Prozent auswirkte. Bereits im Vorjahr hatte Allreal das Fälligkeitsprofil der Mietverträge deutlich verbessert. Das Unternehmen führte die Aktivitäten für weitere frühzeitige Vertrags­verlängerungen mit gleicher Intensität fort. Die Bewertung der Anlage­liegen­schaften resultierte in einer Nettoaufwertung von CHF 1.1 Millionen vor Steuern. Aufgrund der in der Berichtsperiode getätigten Investitionen stieg der Portfoliowert per Bilanzstichtag auf insgesamt CHF 5.13 Milliarden, wobei in der Berichts­periode keine Zu- oder Verkäufe vorgenommen wurden.

Generalunternehmung verbessert Bruttomarge deutlich

Der Erfolg aus General­unternehmung lag bei CHF 34.9 Millionen (1. Halbjahr 2021: CHF 37.5 Mio.). Zum stabilen Erfolg des Geschäftsfelds haben wie bereits im Vorjahr Einmaleffekte aus dem Verkauf von Entwicklungs­liegenschaften beigetragen, allerdings in einem etwas geringeren Umfang. In der Sparte Realisation war Allreal im ersten Halbjahr 2022 unverändert mit einem anspruchsvollen Geschäftsverlauf konfrontiert. Insbesondere die Lieferengpässe bei verschiedenen Baumaterialien sind im Hinblick auf die Einhaltung der Termine eine grosse Herausforderung. Dennoch gelang es, die Bruttomarge für Drittprojekte im Vergleich zum Geschäftsjahr 2021 um 2.1 Prozentpunkte auf 11.2 Prozent deutlich zu verbessern.

Erste Massnahmen aus der Nachhaltigkeits­strategie gehen in Umsetzung

Mit der im Vorjahr erarbeiteten Nachhaltigkeits­strategie hat Allreal ambitionierte Ziele festgelegt. Erste Massnahmen zur Erreichung dieser Ziele gingen im ersten Halbjahr 2022 in Umsetzung. So hat das Unternehmen mehrere Liegenschaften identifiziert, bei denen im zweiten Halbjahr 2022 der breit angelegte Ausbau der Photovoltaik­anlagen gestartet wird. In Umsetzung ist auch der Ausbau der Ladestationen zur Förderung der Elektromobilität. Allreal rüstet bis im ersten Halbjahr 2024 mindestens 20 Prozent der Garagen­parkplätze in den Rendite­liegenschaften mit Elektro­lade­stationen aus. Die beiden Initiativen umfassen ein Investitions­volumen von rund CHF 10 Millionen.

Ausblick für das Gesamtjahr 2022 erhöht

Das erste Halbjahr 2022 war geprägt von der anziehenden Teuerung und der durch die Zentralbanken eingeleiteten Zinswende. Trotz des sprunghaften Anstiegs der langfristigen Zinsen sind diese im historischen Vergleich weiterhin auf tiefem Niveau. Die konjunkturelle Entwicklung in der Schweiz ist robust und die Nachfrage nach Schweizer Immobilien an zentralen Lagen ungebrochen.

Im laufenden Geschäftsjahr rechnet Allreal aufgrund des Portfolio­ausbaus mit weiter steigenden Liegenschafts­erträgen und einem höheren Gewinn im Geschäftsfeld Immobilien. Im Geschäftsfeld General­unternehmung geht das Unternehmen von einem besser berechenbaren Geschäftsverlauf aus. Die Strategie mit der Kombination der beiden Geschäftsfelder bewährt sich und sichert zukünftiges Wachstums­potenzial.

Für das Geschäftsjahr 2022 geht Allreal neu davon aus, dass das operative Unternehmens­ergebnis bei mindestens CHF 135 Millionen liegen wird.

Das erste Halbjahr 2022 war angesichts der geopolitischen Veränderungen und der Auswirkungen auf die wirtschaftlichen Rahmen­bedingungen für alle eine Herausforderung. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben mit grossem Engagement massgeblich zum Erfolg beigetragen. Für diesen Einsatz danken ihnen der Verwaltungsrat und die Gruppenleitung. Der Dank gilt auch den Aktionärinnen und Aktionären für das gerade in dieser von Unsicherheit geprägten Zeit entgegen­gebrachte Vertrauen.