Gesellschaft

Leistungsfähige, kompetente und motivierte Mitarbeitende sind für eine nachhaltig erfolgreiche Geschäfts­tätigkeit von grosser Bedeutung. Allreal zahlt allen Mitarbeitenden, unabhängig, ob voll- oder teilzeit­beschäftigt, geschlechts­neutral faire, marktgerechte Saläre und bietet überdurch­schnittliche Sozial- und Lohn­nebenleistungen. 

GRI 404

Mitarbeiterentwicklung

Allreal legt grossen Wert auf die kontinuierliche interne und externe Aus- und Weiterbildung der Mitarbeitenden über alle Hierarchie­stufen hinweg und übernimmt in der Regel 100 Prozent der anfallenden Kosten wie auch der Arbeitszeit. So wird sichergestellt, dass die Angestellten fachlich auf dem aktuellsten Stand sind und qualitativ gute Leistungen erbringen können. Bewährte und laufend optimierte Prozesse sowie gut ausgebildete, bau- und arbeitstechnisch versierte Mitarbeitende garantieren eine effektive Arbeits­weise und ermöglichen den effizienten Einsatz neuer Technologien.

Im Geschäftsjahr 2021 haben sich die Mitarbeitenden von Allreal während durchschnittlich 25 Stunden weitergebildet. Das Unternehmen investierte für interne und externe Aus- und Weiterbildung total CHF 124 124, das entspricht im Durchschnitt CHF 288 pro Mitarbeitenden.

Alle Mitarbeitenden haben mindestens fünf Wochen Ferien. Zusätzlich ermöglicht ein attraktives Arbeitszeit­modell mit Jahres­arbeitszeit ein eigen­verantwortliches und flexibles Arbeiten. Unabhängig von der Pandemie ermöglicht Allreal allen Mitarbeitenden mit Büro­arbeits­plätzen das Arbeiten von zu Hause aus. Mit diesem flexiblen Arbeitszeit­modell fördert das Unternehmen auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Alle fünf Dienstjahre erhalten die Angestellten ein Dienst­alters­geschenk in Form von Aktien, Ferien oder einer Barauszahlung; darüber hinaus verfügt Allreal für die Mitarbeitenden in der Deutsch­schweiz über eine eigene Pensions­kasse mit über­durch­schnittlichen Leistungen. Ab dem Geschäftsjahr 2022 ist zudem eine Teil­pensionierung auch aus reglementarischer Sicht möglich und soll so gefördert werden.

Seit Mitte 2020 bietet Allreal den Mitarbeitenden, die auf den Einsatz ihres Privatautos verzichten und den öffentlichen Verkehr benützen, ein kostenloses Jahres­abonnement für den gesamten Verkehrs­verbund der Kantone Zürich, Bern oder Basel an.

GRI 401-1, 401-2, 405

Beschäftigung

Alle Mitarbeitenden von Allreal erhalten jährlich eine Beurteilung ihrer Leistung, verbunden mit einer Zielsetzung für das folgende Jahr. Dieser standardisierte Prozess wird digital protokolliert. 

Per 31. Dezember 2021 belief sich der Personal­bestand auf 255 Mitarbeitende, beziehungs­weise 243 Vollzeit­stellen. Inbegriffen sind dabei auch die von Allreal per 15. Oktober 2021 in der Westschweiz erworbenen Gesell­schaften mit insgesamt 44 Mitarbeitenden. Der Frauen­anteil an der gesamten Belegschaft beträgt 32.9 Prozent und wurde in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesteigert. Diese Entwicklung soll auch in den kommenden Jahren weiter gefördert werden. Im Verwaltungsrat liegt der Frauenanteil bei 14 Prozent. Dieser soll bis ins Jahr 2023 weiter erhöht werden.

Die Fluktuationsrate betrug im Berichtsjahr 12.9 Prozent und bewegt sich mit einem Plus von 0.2 Prozent­punkten gegenüber dem Vorjahr im langjährigen Durchschnitt.

Im April 2021 hat Allreal die regelmässig stattfindende Mitarbeiter­befragung zum ersten Mal in Zusammen­arbeit mit der Organisation Great Place to Work durchgeführt. Durch den standardisierten Fragen­katalog sind die Resultate auch mit anderen Unter­nehmen vergleichbar. Knapp 80 Prozent der Belegschaft haben die Möglichkeit wahrgenommen, dem Unter­nehmen Rückmeldung zur Arbeits­zufriedenheit und der Arbeits­platz­kultur zu geben. Die Resultate sind sehr erfreulich, insbesondere in den Themen­bereichen Gerechtigkeit, Sicherheit und Vergütung wurden hohe Werte erzielt.

«Alles in allem kann ich sagen, dies hier ist ein sehr guter Arbeitsplatz.»

Dieser Aussage haben 90 Prozent der Teilnehmenden zugestimmt. Besonders positiv erwähnt wurden zudem die Möglich­keiten zur Weiterbildung und die Arbeitsplatz­ausstattung. Insgesamt erreicht Allreal gegenüber der Vergleichsgruppe mit Mitarbeitenden von Unter­nehmen ähnlicher Grösse und Struktur über­durch­schnittlich gute Resultate.

Die Umfrage hat, wie erhofft, auch Verbesserungs­potenzial aufgezeigt. Allreal hat deshalb Arbeits­gruppen gebildet, die zu den folgenden sieben Entwicklungs­feldern auf Stufe Gruppe konkrete Mass­nahmen zuhanden der Gruppen­leitung vorschlugen:

  • Kaderausbildung und konsistente Führungs­grundsätze
  • Informationsfluss über wichtige Themen und Veränderungen
  • Fördern der Veränderungs­bereitschaft
  • Feiern von besonderen Ereignissen
  • Beförderungswesen
  • Beteiligung der Mitarbeitenden am Geschäftsgang/Projekterfolg
  • Leistungspaket des Arbeitgebers (Transparenz)

Darüber hinaus gibt es auch wertvolle Resultate auf Stufe der Abteilungen und der Teams, die individuell diskutiert und aufgearbeitet wurden.

GRI 403-5, 403-9

Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

Die Arbeits­sicherheit hat bei Allreal hohe Priorität, mit besonderem Fokus auf die Baustellen. Projekt- und Bauleiter unterstützen und überwachen die beauftragten Unternehmer bei der Planung und der Umsetzung aller Mass­nahmen zur Verhinderung von Unfällen. Gleichzeitig stellt die Betriebs­sanität ein schnelles Eingreifen bei Notfällen an den Büro­standorten sicher. Um diese Aufgaben bestmöglich wahrzu­nehmen, werden sie mehrmals jährlich in verschiedenen Sicherheits­themen geschult. Im Jahr 2021 mussten diverse interne und externe Schulungen aufgrund der Pandemie abgesagt werden – insgesamt konnten dennoch vier Veranstaltungen durch­geführt werden. Unter anderem dank dieser Mass­nahmen vermochte das Unter­nehmen die Zahl protokollierter erheblicher Sicherheits­risiken pro Audit seit der Einführung des Monitorings der Sicherheits­audits im Jahr 2016 mehr als zu halbieren. Die direkten Kosten für Arbeits­sicherheit und Gesundheits­schutz, zum Beispiel Sicherheits­ausrüstung, Schulungen und Kontrollen, beliefen sich in der Berichts­periode auf CHF 7 667.

Im Verlauf des Berichtsjahrs führten die Verant­wortlichen für Arbeits­sicherheit und Gesundheits­schutz insgesamt 19 unange­kündigte Baustellen­audits durch und protokollierten ihre Erkenntnisse. Dazu kamen drei Planungs­hilfen zur Unterstützung der Projekt­organisationen verschiedener Baustellen. Es musste keine Nach­kontrolle aufgrund gravierender Mängel im Bereich Arbeits­sicherheit durchgeführt werden. Insgesamt stellte Allreal eine leichte Zunahme der kleinen Verstösse fest, die Anzahl der gravierenden Mängel hat auf sehr tiefem Niveau weiter abgenommen.

Im Jahr 2021 verzeichnete Allreal keine tödlichen oder schwer­wiegenden Unfälle auf den Baustellen. Insgesamt haben sich vier Personen während der Arbeitszeit leicht verletzt, das entspricht 1.57 Prozent der gesamten Belegschaft oder 2.18 Fälle pro 200 000 geleistete Arbeits­stunden. Diese Zahlen beziehen sich auf Allreal – bei den per 15. Oktober 2021 in der Westschweiz erworbenen Gesell­schaften wurden ab diesem Datum bis 31. Dezember 2021 keine Unfälle protokolliert.

Hauptsitz Lightcube im Glattpark ZH

Die mit den anderen Mietern im Gebäude koordinierte Notfall­organisation wurde im Rahmen einer Evakuations­übung im Herbst 2021 erstmalig überprüft. Die Schwach­punkte an der zur Evakuierung des Gebäudes verwendeten App-Lösung wurden anschliessend behoben. Die anlässlich eines echten Brandfalls zur vollen Zufriedenheit der Einsatzkräfte durchgeführte Evakuation des Gebäudes im Dezember 2021 hat aufgezeigt, dass die Notfall­organisation funktioniert.

Umgang mit COVID-19

Die Verantwortlichen für Arbeits­sicherheit und Gesundheits­schutz haben den Pandemieplan laufend den behördlichen Vorgaben angepasst. Auf dieser Basis hat die Gruppen­leitung jeweils Mass­nahmen angeordnet. Dazu gehörte unter anderem die Anordnung von Homeoffice für alle Mitarbeitenden ausser den direkt auf Baustellen eingesetzten Bau­leitungen von Mitte Januar bis Mitte Juni 2021 und die Anordnung einer Zertifikatspflicht in den Büros inklusive täglicher Tests.

Während der gesamten Zeit der Pandemie leisteten die Koordinations­personen für Arbeits­sicherheit eine Vielzahl von Arbeiten, zum Beispiel die Material­beschaffung im Pandemiefall oder auch die diversen baulichen und technischen Anpassungen an den Standorten auf Basis des Pandemieplans.

Während der Pandemie sind alle Mitarbeitenden mit Krankheits­symptomen verpflichtet, sich bei einer zentralen internen Stelle zu melden. Insgesamt wurden 124, im Berichtsjahr 36 Fälle protokolliert. Dabei handelt es sich um normale Krankheits­fälle, Quarantäne­fälle aufgrund von Kontakten mit einer COVID-19-positiven Person und um effektiv erkrankte COVID-19-Personen. Seit Ausbruch der Pandemie hat Allreal 32, im Berichtsjahr 16 COVID-19-Fälle bei den Mitarbeitenden verzeichnet. 

Berufsunfälle

Ereignisse 2021

4

Pro 367 682 geleistete Arbeitsstunden